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Einführung in die Strategie 2020 – Bedeutung für die Armutsbekämpfung auf Landesebene
Vortrag im Rahmen des 6. Treffens der Menschen mit Armutserfahrung am 14.9.2011 in Berlin
- Es gilt das gesprochene Wort –

„Von Armut spricht man, wenn Personen über ein so geringes Einkommen verfügen, dass ihnen ein Lebensstandard verwehrt wird, der in der Gesellschaft in der sie leben, als annehmbar gilt. Ihrer Armut wegen können sie zahlreichen Benachteiligungen ausgesetzt sein - Arbeitslo-sigkeit, Niedrigkeinkommen, schlechten Wohnverhältnis-sen, unzureichender gesundheitlicher Betreuung und Hindernissen in Aus- und Weiterbildungs-, Kultur-, Sport- und Freizeitbereich. Sie sehen sich häufig an den Rand gedrängt und von der Teilnahme an Aktivitäten (wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Art) ausgeschlossen, die für andere Menschen die Norm sind. Auch kann ihr Zugang zu Grundrechten eingeschränkt sein.“ (Quelle: Gemeinsamer Bericht der Europäischen Kommission und des Europäischen Rates über soziale Eingliederung, März 2004)

Vortrag als PDF

Vortrag als Powerpoint

Link: Einführung in die Strategie 2020

In Bulgarien sind in der vergangenen Nacht mehr als 100 Demonstranten bei Protesten gegen Roma festgenommen worden. Damit wollte man Ausschreitungen verhindern, sagte Innenminister Wesselin Wutschkow. Sowohl in der Hauptstadt Sofia als auch in anderen größeren Städten demonstrierten meist nationalistisch gesinnte Jugendliche gegen die Roma-Minderheit. Sie fordern die "Vertreibung der Roma aus Bulgarien". Die Staatsanwaltschaft in Sofia deutete nun erstmals an, sie könne auch Anklagen wegen Anstiftung von Rassenhass erheben.

Die über soziale Netzwerke im Internet organisierten Demonstrationen sind eine Reaktion auf einen Zwischenfall in einem Dorf im Süden Bulgariens. Dort hatten Dorfbewohner am Wochenende den wohlhabenden Roma-Boss "Zar Kiro" (König Kiro) und seine Angehörigen für den Tod eines slawischstämmigen Jugendlichen bei einem Verkehrsunfall verantwortlich gemacht. Es kam zu Ausschreitungen, bei denen die Dorfbewohner drei seiner Häuser in Katuniza niederbrannten. Slawischstämmige Bulgaren protestierten dann in mehreren Städten gegen die Roma-Minderheit. Bereits in der Nacht zu Sonntag wurden den Behörden zufolge nach Ausschreitungen 127 Menschen festgenommen.

Wahlen im Oktober

In Bulgarien hat gerade der Wahlkampf begonnen. Der Urnengang im Oktober ist zugleich auch Regionalwahl für das Land. "Das Schlimmste ist, diesen Wahlkampf ethnisch zu prägen", sagte Staatspräsident Georgi Parwanow am Montag. In einem gemeinsamen Appell warnten Parwanow und Ministerpräsident Boiko Borisow bei einem Besuch des Dorfs Katuniza vor einer Verschärfung der ethnischen Spannungen im Land und betonten, Ursache der Ausschreitungen sei ein "Konflikt zwischen Einzelpersonen".

(Quelle: tagesschau.de)

Der 17. Oktober wurde im Jahr 1992 durch die Generalversammlung der UNO zum internationalen Tag für die Überwindung der Armut erklärt. Festgehalten wurde, dass ein Leben in Armut nicht mit den internationalen Menschenrechten vereinbar ist. Denn in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird postuliert, dass jede Person ein Anrecht auf einen Lebensstandard hat, «der seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschliesslich Nahrung, Kleidung, Wohnung …».

Zudem muss die Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben gewährleistet sein. Für viele armutsbetroffene Kinder in der Bundesrepublik Deutschland entspricht dies jedoch nicht ihrer Lebensrealität. Sie leben heute noch, mitten in einem reichen Land, fernab von Wohlstand und können sich wegen fehlender Ressourcen weniger entfalten und kaum am öffentlichen kulturellen Leben teilnehmen.

Mit unserem STREET JUMPER“, suchen wir Kinder und Jugendliche in benachteiligten Wohngebieten in Mainz auf.

Herzstück des Angebots ist ein für Kinder und Jugendliche attraktives, auffälliges Wohnmobil mit kleiner Küche, Sitzecke, Stauraum für Materialien etc. Es besucht zu immer gleichen Zeiten Orte in verschiedenen Stadtgebieten, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten.

Bei uns gibt  es einen gesunden Imbiss, eine warme Suppe, Getränke und ansprechende Sport- und Spielmöglichkeiten, körpertherapeutische Angebote und immer ein offenes Ohr für alles. Eine kleine Bibliothek ist vorhanden, ebenfalls Internetzugang, vor Ort wird ein improvisiertes Straßencafé eingerichtet.

Im Mobil ist auch bei schlechtem Wetter Platz für Gespräche und individuelle Beratung oder um sich mal zum Lesen zurückzuziehen.

Für besondere Angebote können wir feste Räume ansässiger Jugendhilfeeinrichtungen nutzen.

Mit Eltern und Großeltern wollen wir durch einen Nachmittagscafétreff ins Gespräch kommen.

Um die Angebote so vielfältig wie möglich zu machen und gleichzeitig auf vorhandene Vereine und deren Angebote aufmerksam zu machen, werden Institutionen und Initiativen aus den Stadtteilen als Kooperationspartner in die Arbeit mit einbezogen. Auch die Menschen, mit denen wir in der inzwischen aufgelösten Obdachlosensiedlung „Zwerchallee“ zusammengearbeitet haben und die in anderen Stadtteilen eine Wohnung bekommen haben, werden aktiv in unsere Arbeit mit einbezogen, damit der gute Kontakt erhalten bleibt, und wir sie bei Problemen auch weiterhin unterstützen können.

Information für Eltern

Das Projekt wurde mit dem Helmut-Simon-Preis ausgezeichnet.

(Quelle: armut-gesundheit.de)

 

Die Wissenschaft ist sich weitgehend einig: Die Probleme der Mehrheit der Migrantinnen und Mi-granten haben soziale Ursachen und liegen nicht an deren Herkunft, Religionszugehörigkeit, Sprache oder Hautfarbe. So sieht es auch Die Linke: Integration ist eine soziale Frage. Deshalb ist beim Thema Integration die Verbesserung der Lebenssituation gefragt und keine ethnisierenden oder kulturalisierenden Vorwürfe, die nur Vorurteile bestärken und das gesellschaftliche Klima vergiften. Eine gebührenfreie Bildung von der Krippe über Ausbildung und Studium bis zur Weiterbildung und eine Gemeinschaftsschule statt des mehrgliedrigen Schulsystems, eine gesetzliche Ausbildungsplatzumlage, ein gesetzlicher Mindestlohn von zehn Euro und das Verbot der Leiharbeit statt prekäre Arbeitsverhältnisse, eine sanktionsfreie Mindestsicherung von 500 Euro statt Hartz IV, die leichtere Einbürgerung, eine solidarische Bürgerversicherung für Gesundheit und Pflege statt Drei-Klassen-Medizin, eine solidarische Mindestrente statt Altersarmut und ein Rechtsanspruch auf die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen wären Schritte, um auch für Migranten die soziale und rechtliche Teilhabe zu ermöglichen.

(Quelle: www.das-parlament.de)

Als Menschenrechte werden subjektive Rechte bezeichnet, die jedem Menschen gleichermaßen zustehen. Das Konzept der Menschenrechte geht davon aus, dass alle Menschen allein aufgrund ihres Menschseins mit gleichen Rechten ausgestattet und dass diese egalitär begründeten Rechte universell, unveräußerlich und unteilbar sind.Die Idee der Menschenrechte ist eng verbunden mit dem Humanismus und der im Zeitalter der Aufklärung entwickelten Idee des Naturrechtes.
Das Bestehen von Menschenrechten wird heute von fast allen Staaten prinzipiell anerkannt. Die Universalität ist gleichwohl Grundlage politischer Debatten und Auseinandersetzungen.
Menschenrechte werden heute gewöhnlich als Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat zum Schutz seiner Freiheitssphäre verstanden. Weil aber Menschenrechte auch von dritter Seite bedroht werden, wird davon ausgegangen, dass außerdem zu jedem Menschenrecht eine staatliche Schutzpflicht gehört, mit der erst ein Menschenrecht vollständig verwirklicht werden kann. Durch die Ratifizierung von internationalen Menschenrechtsabkommen sowie durch deren Verankerung in ihren nationalen Verfassungen verpflichten sich die Staaten, die Grundrechte und Völkerrechte zunehmend umzusetzen, als einklagbare Rechte auszugestalten.
In einem engeren Sinne wird der Begriff „Menschenrechte“ auch als Gegenbegriff zu „Bürgerrechte“ verstanden: Er steht dann für Grundrechte, die unabhängig von der Staatsangehörigkeit allen Menschen zustehen.

Quellen: ePolitik Wissenswerte, Wikipedia