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UN-Behindertenrechtskonvention:
Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft?!

Tagung am 25. Oktober 2011, 10:00-17:15 Uhr, im Kleist-Haus in Berlin

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Programm (vorläufig)

UN-Behindertenrechtskonvention:
Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft?!

Eigentlich ist alles klar: Seit 2009 fordert die UN-Behindertenrechtskonvention Barrierefreiheit für alle Menschen – mit und ohne Behinderungen. Barrierefreiheit ist Teil der Menschenrechte. Soweit die Theorie.
In der Praxis ist es allerdings noch lange nicht selbstverständlich, dass Menschen ungeachtet ihrer Beeinträchtigungen und ihrer individuellen Fähigkeiten gleichberechtigt in Deutschland leben. Es gibt einstellungs- und umweltbedingte Barrieren, die Menschen behindern. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet dazu, diese Barrieren systematisch zu erfassen und schrittweise abzubauen.
Wie können Unternehmen, Verbände oder staatliche Stellen Barrierefreiheit in ihrem Handeln ganz selbstverständlich berücksichtigen und umsetzen? Sind Zielvereinbarungen, Aktionspläne oder Behindertengleichstellungsgesetze geeignete Instrumente? Bedarf es weiterer gesetzlicher Regelungen? Über diese und weitere Fragen möchten wir gerne gemeinsam mit Ihnen diskutieren.



09:30 Uhr Einfinden, Ankunft

10:00 Uhr Begrüßung

10:30-12:00 Uhr Barrierefreiheit im Maßstab der UN-Behindertenrechtskonvention:
Wo steht Deutschland in Sachen Barrierefreiheit? Wie barrierefrei
soll es gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention sein?
Dialoggespräch mit Diskussion

12:00-13:00 Uhr Mittagessen

13:00 Uhr Wege zur Barrierefreiheit: Diskussion unterschiedlicher Instrumente in Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe 1:
Maßnahmen zur Barrierefreiheit auf nicht-gesetzlicher
Grundlage: Aktionspläne…

Arbeitsgruppe 2:
Maßnahmen zur Barrierefreiheit auf gesetzlicher Grundlage:
Zielvereinbarungen, Programme…

Arbeitsgruppe 3:
Gesetzliche Regulierung der Barrierefreiheit: Behindertengleichstellungsgesetze…

15:00-15:30 Uhr Pause mit Kaffee/Tee und Kuchen

15:30-17:00 Uhr Brauchen wir andere Gesetze, um Barrierefreiheit Wirklichkeit werden zu lassen?
Podiumsdiskussion

 

17:00 Uhr Verabschiedung

Einladung zur Tagung "UN-Behindertenrechtskonvention: Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft?!" (PDF, 510 KB)

 

Unter Premier Viktor Orbań will die Fidesz-Regierung in Ungarn Sozialhilfeempfänger zu Arbeitseinsätzen verpflichten. Wer zu weit weg wohnt, dem droht die Unterbringung im Lager.

Wie von den Medien berichtet, könnte in Ungarn schon bald ein unheimliches Szenarium Wirklichkeit werden. Um die immensen Kosten zu senken, die die hohe Arbeitslosigkeit verursacht, soll die Arbeitslosenunterstützung von derzeit neun Monaten auf 180 Tage begrenzt werden. Ursprünglich angedacht waren gar 3 Monate. Wer dann keinen Job hat, soll im Rahmen eines "Ungarischen Arbeitsplans" zwangsverpflichtet werden können - unabhängig von der Qualifikation. Dabei ist an die Realisierung großer Bauvorhaben gedacht. Die Anreisezeit zu so einer Baustelle von 2 Stunden gilt als angemessen. Sollte auch das nicht möglich sein, sollen die Arbeitskräfte in Containerlagern untergebracht werden. Für die Bewachung solcher Lager sollen pensionierte Polizisten eingesetz werden, die sich so ihre schmale Pension aufbessern können. Diese "rüstigen Frührentner" (nach 25 Jahren Polizeidienst erfolgt die Pensionierung) wären genau die richtigen zur verlässlichen Bewachung von voraussichtlich 400.00 Betroffenen.

Es braucht nicht viel Fantasie, um zu erkennen, dass diese Politik vor allem auf die Roma abzielt. Während die Arbeitslosigkeit mit rund 8 Prozent im europäischen Durchschnitt liegt, ist Beschäftigungslosigkeit bei der größten ethnischen Minderheit endemisch. Sie ist schlechter ausgebildet und wird bei der Jobsuche diskriminiert. Viele Roma-Familien leben von Sozialhilfe.

On 27th April 2011, Budapest City Council adopted a decree that makes sleeping in the street an offence and subjects people sleeping rough to fines and detention. FEANTSA opposes this punitive measure which leads to the criminalization of homeless people and points out the worrying trend towards repressive and coercive measures against homelessness in other major European cities.

 

The decree declared habitual residence in public spaces an offence. Those who sleep rough may be sanctioned to pay a fine of up to 200 Euros. Since homeless people cannot pay such a fine, they are likely to face police harassment and detention.

 

The decree is contrary to the constitutional principles in Hungary as well as international human rights law. In the name of public order it restricts the most vulnerable people’s rights to equality and human dignity. It aims to conceal the problem of homelessness rather than offering any real solution.

 

There are thousands of people sleeping rough in Budapest. The City Council has adopted a punitive measure while it has recently annulled its contracts with NGOs providing services for homeless people, has not even increased the number of beds by a single one and significantly decreased the budget allocated for the fight against homelessness. All this is happening against the backdrop of the government’s recent decision to partially lift the eviction moratorium, as a result of which tens of thousands of people will be at risk of becoming homeless.

 

It is an alarming development that major European cities, including Madrid, London and Prague are proposing and adopting repressive and coercive measures, threatening to expel homeless people from public spaces. While governments of EU Member States have committed to developing integrated homeless strategies and are promising to take steps towards ending homelessness, municipal administrations are offering responses that would only exacerbate the social exclusion and human rights violation of people experiencing homelessness. These measures are cruel, since they punish the poorest and most vulnerable. They are also ineffective, since they only make homeless people invisible by hiding them from the wider society but do not offer any real solutions to tackle homelessness.

 

FEANTSA strongly opposes any measure that criminalizes homelessness and recommends improving the services and conditions of homeless shelters, increasing the social housing stock and increasing housing assistance. We also recommend developing a long-term and strategic approach towards ending homelessness.

 

Freek Spinnewijn, FEANTSA Director, made the following comment: “In the current context where the European Union has made commitments to work towards ending homelessness, it would be interesting to hear a reaction from the European institutions against the criminalisation of homeless people in certain European cities and in favour of integrated, sustainable solutions to homelessness.”

For more details, please contact:

  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, FEANTSA Director: +32 (0) 478 439 039;
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, FEANTSA Policy Officer, +32 (0)2 231 59 44;
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, BMSZKI (Budapesti Módszertani Szociális Központ)
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, FEANTSA Board Member for Hungary

Notes for Editors

 

  1. FEANTSA is the European Federation of National Organisations working with the Homeless. It is an umbrella of not-for-profit organisations which participate in or contribute to the fight against homelessness in Europe. Established in 1989, FEANTSA represents today more than 150 organisations working with people experiencing homelessness in about 30 European countries which provide a wide range of services to people experiencing homelessness, including housing, health, employment support, social protection, rights and participation. It is the only major European network that focuses exclusively on homelessness at the European level. More information is available at: www.feantsa.org
  2. In recent years, a growing number of national and local strategies have been put in place across Europe with the aim of reducing, and even ending, homelessness. See this webpage for information on different strategies.

For further information on this Press Release and others, please contact Suzannah Young,
FEANTSA Communications Officer

Die ungarische Ratspräsidentschaft betrachtet es als ihr Ziel, auf EU-Ebene eine Diskussion über Fragen zur Demographie und Familie in Europa anzuregen. Vor dem diesbezüglichen Treffen der Minister wandte sich Miklós Soltész, Staatsminister für Soziales, Familie und Jugend im Ministerium für Nationale Ressourcen, am 17. März in Budapest an zivilgesellschaftliche Organisationen, um auch ihre Meinungen zu diesem Thema einzuholen.

Der Staatsminister traf  sich vor der am 31. März und 1. April stattfindenden informellen Beratung der für Demographie und Familie verantwortlichen Minister mit betroffenen  zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die ungarische Ratspräsidentschaft hat die Angelegenheit der Familien und demographische Fragen als wichtiges Ziel bezeichnet, obgleich die Familienpolitik in den nationalen Bereich fällt. „Die Frage der Familienpolitik wurde nie angesprochen, darüber ist auf höchster Ebene nie verhandelt worden“, sagte Miklós Soltész.

 

Die ungarische Ratspräsidentschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Familie und die demographische Veränderung in das Blickfeld der Entscheidungsträger zu rücken. Laut Miklós Soltész müsse die Frage mit der Migration und dem aktiven Altern, denen auch bisher große Aufmerksamkeit zuteil wurde, als drittes Element auf einer Stufe gehandhabt werden. Obwohl es in einigen Mitgliedsstaaten Beispiele für den Umgang mit den Problemen gebe, sei es trotzdem nicht leicht, einen gemeinsamen Nenner zu finden, sagte der Staatsminister. Laut Meinung von Miklós Soltész ist bereits ein großer Erfolg, dass der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, die Themenwahl begrüßt hat. Dies zeige, dass es wichtig ist, sich auf allen Ebenen mit der Familie zu beschäftigen, führte der Staatsminister aus.

Auf der informellen Beratung der Minister Ende März werden unter anderem die Themen Zukunft der europäischen Familien, Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der europäischen Familienpolitik, Rolle der Familienpolitik bei den demographischen Veränderungen, Übernahme der Erfahrungen der Mitgliedsstaaten und die Auswirkungen der Strategie Europa 2020 auf die Familien behandelt. Nach der Diskussion der Fragen verabschiedet das spanisch-belgisch-ungarische Präsidentschaftstrio – ergänzt um Polen, das das Amt der nächsten Ratspräsidentschaft bekleidet – eine gemeinsame Erklärung, da Warschau signalisiert hat, dass es die Familienpolitik auch im kommenden Halbjahr auf der Agenda der Europäischen Union behalten will.

Das Ministerium für Nationale Ressourcen hat die Vertreter der Organisationen auch über ein anderes Ereignis von herausgehobener Bedeutung informiert. In der Zeit vom 28. März bis zum 3. April, können Interessenten auf der thematischen Woche „Europa für die Familien, Familien für Europa“ an wissenschaftlichen und Expertenkonferenzen, an Gesprächsrunden und Festivals rund um die Themenkreise Demographie, Arbeit und Familie sowie Generationen der Zukunft teilnehmen. Als Auftakt der Woche wird am 26. März unter dem Motto „Die Familie genießt Vorrang!“ eine ganz Europa einbeziehende, aus mindestens 80 Schauplätzen bestehende Reihe von Minikonferenzen veranstaltet, als Abschluss wird im Budapester Veranstaltungszentrum „Millenáris“ das Festival „Familienfest mit Europa“ abgehalten.

Quelle: www.eu2011.hu

Mehr als 124 Millionen Menschen in der Europäischen Union, oder fast ein Viertel der gesamten Bevölkerung, leben in Armut oder sozialer Ausgrenzung, hat ein Bericht des statistischen Amtes der EU enthüllt. Das Experiment EU dürfte damit gescheitert sein.

124,5 Mio. Menschen oder 24,8 Prozent der Bevölkerung in der EU von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Ein Jahr zuvor waren es 24, 3 und im Jahr 2008 23,7 Prozent, so Eurostat. Prognosen deuten darauf hin, dass die Zahlen in den nächsten Jahren noch dramatisch weiter steigen werden.

Gezählt wurden Menschen die in eine von drei Kategorien passten. Risiko der Verarmung, erhebliche materielle Entbehrung oder leben in Haushalten mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit.

Nach Nationen wird die Liste angeführt von Bulgarien (49 Prozent), Rumänien (42 Prozent) und Lettland (37 Prozent) ganz oben auf der Liste, gefolgt von Griechenland, Litauen und Ungarn. Die Niederlande, die Tschechische Republik (beide 15 Prozent), Finnland (17 Prozent), Schweden und Luxemburg (beide 18 Prozent), haben den niedrigsten Prozentsatz an Armutsbürgern.

Quelle: www.schweizmagazin.ch

Hartz IV ist erfunden worden, um der deutschen Wirtschaft billige Arbeitskräfte zu vermitteln. Wir haben es mit einer Art Zwangsarbeit zu tun, sagt Jürgen We­ber, Vorstandsvorsitzender des Vereins Hartz-IV-Betroffene, im Interview das Oswald Sigg mit ihm in Potsdam führte.

Wie kommen Sie eigentlich dazu, sich gegen HartzIV einzusetzen?

Sagen wir das mal so: mit der Einführung des HartzIV-Satzes 2005 ? ich war ja schon vorher arbeitslos gewesen ? wurden alle Sozialsysteme in ein kompaktes Programm verpackt. Und dies natürlich auch, um Geld zu sparen. Zum Beispiel wenn man früher einen Kühlschrank brauchte, ne Wasch­maschine oder wie auch immer:
Da ist man dann zum Amt gegangen, dort wurde ein Antrag gestellt, der wurde genehmigt, dann konnte man sich das kaufen und das wars. Heute gibt?s das nicht mehr. HartzIV-Empfängern steht keine Waschma­schine, kein Kühlschrank zu, weil er nicht im Regelsatz drin ist. Das sind schon ganz verrückte Sachen. Also gut, jedenfalls 2005, da winkte mal wieder ein Lehrgang. Und da sollte ich zum sechsten Mal lernen, wie man eine Bewerbung schreibt. Das Wasser stand uns ja nun schon bis Oberkante Lippe und dann haben wir gesagt: nee, den Zirkus machen wir nicht mehr mit. Also, was machen wir am besten? Wir gründen einen Verein.

Und zu welchem Zweck wollten Sie den Verein gründen?

Wir wollten eigentlich mit den zuständigen Stellen ? den Job-Centern ? zusammenarbei­ten. Also zum Beispiel den Neuen helfen, die Anträge zu formulieren. Damit sie im Job-Center nicht so viel Arbeit haben. Aber die Job-Center haben die Zusammenarbeit abgelehnt und wir haben gesagt: wenn die nicht wollen, wollen wir och nicht. Wir sind dann dazu übergegangen, nicht nur die Anträge sondern auch die Bescheide (Entscheide des Jobcenters) zu kontrollieren. Das betraf immer den Regel­satz und die Kosten für Unterkunft und Heizung.