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Aktuelle Kälte ist lebensgefährlich für obdachlose Menschen - ein Aufruf zur Hilfe!

Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser

möchte aufmerksam machen auf Menschen, die von der akuten Kältewelle bedroht sind und bittet darum, die Mitmenschen, die bedrohter Lage sind zu unterstützen und hat ein paar Anregungen erarbeitet, wie das konkret aussehen kann:

Wir brauchen keinen Alkohol & Mitleid. Wir brauchen Schlafsäcke, Zelte, Socken und warme Schuhe!

Etwas Warmes braucht der Mensch.

Obdachlose: Wer im Winter wegschaut lässt sterben!

Handwärmer aus der Apotheke retten Finger & und Körper!

Machen Sie die Augen auf!

Offene Kleiderständer können Wärme spenden!

Menschen sind Menschen: Seht hin, die Kälte kann töten. Bitte helft!

Wenn ich sehe ein Mensch friert wird mir auch eine Möglichkeit einfallen, eine Form von Wärme zu schenken!

Menschen brauchen Wärme!

Helfen - jetzt sofort!

Kälte ohne Hilfe ist Kälte ohne Wärme. Nur Kälte!

Ruft die 112, wenn ihr denkt, dass jemand hilflos ist!

Was hilft direkt? Wärme Suppe Mullbinden Hygieneartikel und die freundliche Nachfrage, ob jemand Hilfe möchte!

Lasst mal eure Hauseingänge aufgeschlossen!

Freistatt, 01.03.2018

Aufgeschrieben auf dem Koordinierungstreffen der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser vom 01.-04.03.2018 in Freistatt, Niedersachsen von 30 akut wohnungslosen oder ehemals wohnungslosen Menschen aus Deutschland, Österreich und Kopenhagen.

Wohnungslosentreffen

Schreiber: Norbert Brandt, Edewecht & Stefan Schneider, Berlin

 

 

 

 

Die dramatisch ansteigende Wohnungslosigkeit von Frauen, Müttern mit Kindern und Seniorinnen ist keine Randerscheinung, sondern mit Not, Elend und Gewalterfahrungen verbunden“, so die Aussage am ersten deutschlandweiten Aktionstag wohnungsloser Frauen, der am 21. Dezember letzten Jahres stattfand. Über Facebook, soziale Institutionen und Gleichstellungsreferate einiger Städte wurde darauf hingewiesen, dass Frauen nicht freiwillig wohnungslos werden.

 

Mit einer Unterschriftensammlung und Plakaten "Hier sind noch Zimmer frei" und "Wir müssen draußen bleiben“ wurde die Politik zum Handeln aufgefordert. „In einem Land, in dem Bürger "gut und gerne" leben, solle sich jede/jeder einmal vorstellen, wie es sich für betroffene Frauen anfühle, ohne Konto, ohne Papiere usw. in Notunterkünften oder auf der Straße leben zu müssen. Das passiere zu schnell – daran könne man/frau schon mal zerbrechen.“

 wohnungslose-frauen-3

Am 08.03.2018 wird anlässlich des Frauentages ein "Offener Brief" an soziale Institutionen, Gleichstellungsreferate der Städte, Parteien, PolitikerInnen und Presse geschickt, mit der Bitte, die Menschenrechtsverletzungen an Frauen zur Kenntnis zu nehmen: Gewalt gegen Frauen muss verfolgt und ihr Recht geschützt werden. Viel wurde über das Thema "wohnungslose Frauen" geschrieben - nun muss endlich gehandelt werden.“

Mit Hilfe des Armutsnetzwerkes machen sich die wohnungslosen Frauen erstmals selbst auf den Weg. Sie kämpfen gemeinsam dafür, dass keine Frauen, Kinder und

Seniorinnen mehr auf der Straße leben müssen. So wird der 21.12. künftig der Aktionstag "wohnungsloser Frauen" sein. Er soll PoltikerInnnen aufrufen, den unhaltbaren Zustand schnellstens zu beenden.

 

Jede Unterstützung dieser Arbeit ist wichtig! Unter dem Stichwort „Frauen in Not“ kann an das Armutsnetz gespendet werden.

Ansprechpartnerin für Fragen zu der Aktion ist:                                   

Hilde Rektorschek

Mobil: 01702916764

Mitglied des Armutsnetzwerkes

Spenden für Aktionen zugunsten wohnungsloser Frauen sind möglich unter:

Armutsnetzwerk e.V. Stichwort „Frauen in Not"

IBAN: DE91 4306 0967 1197 3633 00    BIC: GENODEM1GLS

 

 

Das Überleben ist nur möglich, wenn genügend Wärmestuben und Notquartiere für obdachlose Frauen und Männer bereitgestellt werden. Immer mehr Frauen und Männer leben auf der Straße – nach Schätzung des Armutsnetzwerkes sind es bundesweit inzwischen über 40.000 Personen. Sie leben im Freien, unter Brücken, auf Parkbänken, in Hauseingängen, Kanalschächten, U-Bahn-Tunneln und in unbeheizten Abrisshäusern. Im jedem Winter erfrieren viele wohnungslose Menschen, sie verlieren den täglichen Kampf gegen Kälte, Feuchtigkeit und Frost berichtet Jürgen Schneider, der seit vielen Jahren wohnungslos ist. 

Jürgen Schneider engagiert sich im Armutsnetzwerk e.V. und macht auf die akute Not aufmerksam. Er ruft auf, den drohenden Kältetod der wohnungslosen Menschen zu vermeiden und bittet dringend um Hilfe !

 Kältehilfe-Aktion-2017-Armutsnetzwerk

Aufruf:
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
helfen Sie mit bei der Bereitstellung von Wärmestuben, Notquartieren, Suppenküchen und engagieren Sie sich bei kommunalen Einrichtungen wie Tagestreffs, Kirchen und Sozialverbänden vor Ort so können wir gemeinsam die Notlage der Betroffenen verhindern.
Der gemeinnützige Verein Armutsnetzwerk e.V. wurde im Jahre 2012 von Frauen und Männern, die von Armut und Obdachlosigkeit betroffenen sind, gegründet.
Der Verein unterstützt und fördert den Informations- und Gedankenaustausch von Initiativen und Einzelpersonen, die mit dem gesellschaftlichen Problem der Armut in seiner vielfältigen Ausprägung befasst ist. Er bündelt darüber hinaus Themen und Probleme und stellt sie einer breiten Öffentlichkeit zur Diskussion. Der VereinArmutsnetzwerk e.V“ beteiligt sich daran, den von Armut Betroffenen Gehör in der Gesellschaft zu verschaffen.

Helfen Sie uns - auch mit Spenden können Sie die akute Not lindern - Spenden an:

Kontoinhaber: Armutsnetzwerk e.V.

Stichwort „Winter“

IBAN: DE 15 2565 1325 0191 1175 55

BIC: BRLADE21DHZ

Eingehende Spenden werden den Einrichtungen der "Kältehilfe" zur Verfügung gestellt um Schlafsäcke ect. zu kaufen da das  Armutsnetzwerk selbst keine Einrichtungen für den Winter betreibt.

 

Danke für Ihre Unterstützung

 

Jürgen Schneider

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Armutsnetzwerk e.V.

www. Armutsnetzwerk.de

 

 

 

Pressemitteilung zum „21.12. -  Tag der wohnungslosen Frauen“
Wohnungslose Frauen und Männer gibt es nicht nur vor Weihnachten

Vermehrt wird vor dem Weihnachtsfest auf Armut und Wohnungslosigkeit in den Medien hingewiesen – diese Schieflage in einem reichen Land findet aber das ganze Jahr über statt und das schon jahrelang und der Trend ist leider steigend.

Es gibt durchaus viele Angebote für und mit wohnungslosen Frauen und Männern, z.B. das 2. Wohnungslosencamp vom 23. bis zum 30. Juli 2017 in Freistatt (Niedersachsen) - dieses Camp wurde von 120 Teilnehmenden aus mehr als vierzig Orten in Deutschland, Finnland, Portugal, Österreich und Irland besucht.


Unter ihnen auch 25 wohnungslose Teilnehmerinnen aus
Wilhelmshaven, Lüneburg, Berlin, Hannover, Köln, Bergisch Gladbach, Gummersbach, Göttingen, Frankfurt, Marburg, Pforzheim, Lissabon und Wien. Sie berichteten in einem Workshop, dass Frauen und Kinder ganz besonders betroffen sind von Not, Elend und Gewalt. Frauen, die ohne Wohnung leben müssen, werden oft angemacht und unfreundlich angesprochen, meist schlafen sie am Tag und in der Nacht sind sie unterwegs. Gerade für Frauen mit Gewalterfahrungen ist das schwer auszuhalten. Trotzdem schlüpfen Frauen bei Männern unter, die sie ausnutzen. Ein Schlafplatz im Tausch gegen Hausarbeit usw. Frauen sind meist Einzelgängerinnen, sie neigen dazu, ihre Not zu vertuschen, und leben meist in „verdeckter Wohnungslosigkeit“. Die Dunkelziffer ist sehr hoch und eine bundesweite Wohnungslosenstatistik gibt es nicht.

In der Tat haben es z.B. Frauen mit Kind und Familie sehr viel schwerer, mit den Vorurteilen zu leben. Sie haben eine große Scham wegen ihrer Situation und eine noch größere Angst, erkannt zu werden. Dies betrifft ebenso sehr viele ältere wohnungslose Frauen.

In einem reichen Deutschland verlieren Familien z.B. wegen Mietschulden viel zu schnell ihre Wohnung. Die Einstiegshilfen können nicht geleistet werden: keine Adresse - kein Job, bürokratische Hürden, Schufa, Hartz IV, usw. obwohl es einen hohen Wohnungsleerstand (z.B. in Hamburg 1.500 Wohnungen) - ist es nicht möglich, dass dort wohnungslose Frauen einziehen können.

Dieses „Reiche Deutschland“ lässt Menschen, die in Armut leben, im Stich. Um den Zusammenhalt der Gesellschaft zu gewährleisten, sind intelligente Lösungen und vertrauensvolle Maßnahmen gefragt.

Beim Wohnungslosentreffen 2017 in Freistatt haben sich jüngere und ältere wohnungslose Frauen gefunden und sich mithilfe des Armutsnetzes und den Frauenbüros in einigen Städte auf den Weg gemacht, dieser schon lange vorhandenen Situation entgegenzutreten - nicht nur für sich, sondern auch für die vielen Frauen , die dies nicht schaffen, und ebenso für die nachkommenden. Jede Unterstützung dieser Arbeit ist wichtig! U.a. kann unter dem Stichwort „Wohnungslose Frauen“ an das Armutsnetz gespendet werden.
www.armutsnetzwerk.de.

 

Ansprechpartnerin für Fragen zu der Aktion ist:                                   

Hilde Rektorschek

Mobil: 01702916764

Mitglied des Armutsnetzwerkes

Spenden für den Tag der Wohnungslosen Frauen am 21.12.2017 sind möglich unter:

Armutsnetzwerk e.V. Stichwort "Frauen in Not"

IBAN: DE91 4306 0967 1197 3633 00    BIC: GENODEM1GLS

 

Armut, Ausgrenzung und Wohnungslosigkeit - Tabuthemen in einem reichen Land

Freistatt. Das 2. Wohnungslosencamp vom 23. bis zum 30. Juli 2017 in Freistatt (Niedersachsen) wurde von 120 Teilnehmenden aus mehr als vierzig Orten in Deutschland, Dänemark, der Schweiz, Finnland, Portugal, Österreich und Irland besucht.

Die 25 wohnungslosen Teilnehmerinnen berichteten in einem Workshop, dass Frauen und Kinder ganz besonders betroffen sind von Not, Elend und Gewalt. Frauen, die ohne Wohnung leben müssen, werden oft angemacht und unfreundlich angesprochen, meist schlafen sie am Tag und in der Nacht sind sie unterwegs. Gerade für Frauen mit Gewalterfahrungen ist das schwer auszuhalten. Trotzdem schlüpfen Frauen bei Männern unter, die sie ausnutzen. Ein Schlafplatz im Tausch gegen Hausarbeit usw. Frauen sind meist Einzelgängerinnen, sie neigen dazu, ihre Not zu vertuschen, und leben meist in „verdeckter Wohnungslosigkeit“. Die Dunkelziffer ist sehr hoch und eine bundesweite Wohnungslosenstatistik gibt es nicht.


Regina, ist Teilnehmerin im Camp, sie strickt fast den ganzen Tag. Regina sagt: „Stricken hält sie
vom Rauchen ab und außerdem ist das Aufribbeln von Pullover wichtig, weil sie sich so immer wieder
neue bunte Sachen stricken kann.“


In der Tat haben es z.B. Frauen mit Kind und Familie sehr viel schwerer, mit den Vorurteilen zu leben. Sie haben eine große Scham wegen ihrer Situation und eine noch größere Angst, erkannt zu werden. Dies betrifft ebenso sehr viele ältere obdachlose Frauen. In einem reichen Deutschland verlieren Familien z.B. wegen Mietschulden viel zu schnell ihre Wohnung. Die Einstiegshilfen können nicht geleistet werden: keine Adresse - kein Job, bürokratische Hürden, Schufa, Hartz IV, usw.

In einem reichen Deutschland gibt es einen hohen Wohnungsleerstand (z.B. in Hamburg 1.500 Wohnungen) - es ist nicht möglich, dass dort wohnungslose Frauen einziehen können - eher lassen Wohnungseigentümer/innen ihre Häuser vergammeln. Diese im reichen Deutschland schon lange vorhandene Schieflage lässt Menschen, die in Armut leben, im Stich. Um den Zusammenhalt der Gesellschaft zu gewährleisten, sind intelligente Lösungen und vertrauensvolle Maßnahmen gefragt.

Beim Wohnungslosentreffen 2017 in Freistatt haben sich jüngere und ältere wohnungslose Frauen gefunden und sich mithilfe des Armutsnetzes auf den Weg gemacht, dieser schon lange vorhandenen Situation entgegenzutreten - nicht nur für sich, sondern auch für die vielen Frauen , die dies nicht schaffen, und ebenso für die nachkommenden.

Jede Unterstützung dieser Arbeit ist wichtig! Hier finden Sie die Unterschriftenliste. Es kann unter dem Stichwort „Wohnungslose Frauen“ an das Armutsnetz gespendet werden: www.armutsnetzwerk.de

Kontakt: Jessica Hicks: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Bericht: Hilde Rektorschek, 30.07.2017

Spenden für den Tag der Wohnungslosen Frauen am 21.12.2017 sind möglich unter:

Armutsnetzwerk e.V. Stichwort "Frauen in Not"

IBAN: DE91 4306 0967 1197 3633 00    BIC: GENODEM1GLS