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Mönchengladbach, den 28. August  2015: Die Landesbauordnung Rheinland-Pfalz (LBauO) ist um einen für kinderreiche Familien wichtigen Punkt ergänzt worden: "In § 4 („soziale und ökologische Belange“) ist das Ziel aufgenommen worden, neben Belangen des Umweltschutzes und der Barrierefreiheit beim Bauen auch die Interessen kinderreicher Familien zu berücksichtigen.
 
Vor Verabschiedung der Änderung durch den rheinland-pfälzischen Landtag hatte sich der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD)  intensiv in die Diskussion  eingebracht. „Wir sind alle froh, dass das Parlament unsere Argumente angehört und bei der Gesetzgebung berücksichtigt hat“, so KRFD-Bauexperte Ben Christian Reinicke, Mitarbeiter im Arbeitskreis „Wohnen“ unter Leitung von Gerd Schreiner. Im Anhörverfahren zur Änderung der LBauO hatte Reinicke die zentralen Argumente vorgetragen, die für einen gesetzlich vorgeschriebenen Bau großer Wohnungen sprechen.
 
„Der Wohnungsmarkt bietet immer weniger Wohnungen, die vom heutigen Standard – Singlehaushalt bis Zweikind-Familie – abweichen“, betont Reinicke. Das betreffe die Senioren-WG ebenso wie die Familie mit Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen, die Wohngemeinschaft von Studierenden oder eben die Familie mit drei, vier, oder mehr Kindern.
 
Wohnraum für Großfamilien sollten zwei zentrale Kriterien erfüllen. Es müsse, so Reinicke, Rückzugsmöglichkeit für alle Hausbewohnerinnen und –bewohner geben ebenso wie Raum für das Zusammenleben als Gemeinschaft. „Gerade in Großfamilien, womöglich mit mehreren Generationen unter einem Dach, wird Gemeinschaft gelebt und Gemeinsinn weitergegeben. Dafür ist ausreichend Platz erforderlich.“
 
Der Wohnungsneubau werde diesen Bedürfnissen oft nicht gerecht, da die Regeln der Ökonomie es nicht zuließen. „Der historische Rückgang klassischer Familienstrukturen hat zunächst den Bedarf an kleinen Wohnungen kontinuierlich erhöht. Die kleineren Wohnungen erzielen zudem relativ höhere Miet-, und Verkaufserlöse, da die verfügbaren Einkommen entsprechend höher sind. Die Verfestigung dieser Tendenz in den vergangenen rd. 30 Jahren hat dazu geführt, dass große, flexibel nutzbare Wohnungen ökonomisch nicht mehr darstellbar geworden sind. Es ist auch kommunal- oder genossenschaftlich organisierten Bauherren nicht möglich, solche Wohnungen zu bauen ohne gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu verstoßen“, erklärt Reinicke. Dieser Trend führe in eine Spirale, die auch die Familienplanung junger Paare beeinflusst, da Wohnraum für wachsende Familien nicht, bzw. nicht ausreichend zur Verfügung stehe.
 
„Der Demographische Wandel“, so Gerd Schreiner, „verstetigt sich durch den Mangel an geeigneten Wohnungen, anstatt gestoppt oder zumindest abgeschwächt zu werden. Es ist im gesellschaftlichen Diskurs inzwischen kein Tabu mehr, über Bedingungen zu sprechen, die das Ja zum Kind erleichtern. Dies muss im Bereich Wohnen auch durch den Gesetzgeber geschehen, da die Marktkräfte allein nicht in der Lage sind, einen gegenwirkenden Trend zu entfalten.“
 
Über den erfolgreichen Einsatz des AK Wohnen in Rheinland-Pfalz freut sich auch die KRFD-Bundesvorsitzende Dr. Elisabeth Müller: „Es ist wichtig, dass wir immer wieder von den konkreten Problemen und Fragen aus denken, die kinderreiche Familien beschäftigen. Die Wohnungsfrage gehört ganz zentral dazu. An der konkreten Unterstützung für kinderreiche Familien entscheidet sich, wie kinderfreundlich eine Gesellschaft ist und welche Qualität unsere Antworten auf den demografischen Wandel haben.“
 
Ende der Pressemitteilung
 
http://www.kinderreichefamilien.de/pressemitteilungen/articles/pressemitteilung-landesbauordnung-rheinland-pfalz-schreibt-erstmals-den-bau-grosser-wohnungen-vor.html
 
Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden, vertritt 1,2 Millionen kinderreicher Familien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich.
 
Pressekontakt 
Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. 
Florian Brich 
Korschenbroicher Str. 83 
41065 Mönchengladbach 
Tel. 02161-3030953 
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Herausgeber 
Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. 
Dr. Elisabeth Müller 
Korschenbroicher Str. 83 
41065 Mönchengladbach 
Tel. 02161-3030953 
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Mönchengladbach, den 1. November 2013. Zu Beginn der Koalitionsverhandlungen fordert der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. von der zuständigen Arbeitsgruppe die vor der Wahl von CDU/CSU und SPD versprochene Erhöhung des Kindergeldes ein. In einem offenen Brief ruft die Verbandsvorsitzende Dr. Elisabeth Müller die Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, Manuela Schwesig (SPD) und Annette Widmann-Mauz (CDU) auf, das Kindergeld für das dritte Kind um fünf Prozent, für das vierte und jedes weitere Kind um sieben Prozent zu erhöhen.

„Über die Erhöhung des verfügbaren Einkommens hinaus, halten wir die Aufstockung des Kindergelds für ein wichtiges familienpolitisches Signal in Richtung der 1,3 Millionen kinderreichen Familien in Deutschland“, so Müller.

Eltern von Mehrkindfamilien stellten „die eigenen Ambitionen hinter einem Familienmodell zurück“, das nicht nur „eine Lösung für aktuelle und zukünftige demographische Herausforderungen bietet“, sondern auch „die ganze Gesellschaft um sozial und emotional hochkompetente Mitglieder bereichert.“

Ausdrücklich wies Müller darauf hin, dass moderne Familienpolitik „an der zukunftsorientierten und wichtigen Gruppe der Mehrkindfamilien in einer von Kleinfamilien und Singles dominierten Gesellschaft nicht vorbeisehen“ dürfe.

Der Verband erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel noch im Mai dieses Jahres dem KRFD-Vorstandsmitglied Alexandra von Wengersky öffentlich versichert hat, dass die CDU durch die Staffelung des Kindergeldes zeige, „dass uns diejenigen besonders willkommen sind, die mehrere Kinder haben.“ Dieses Willkommensein muss auch über die Koalitionsverhandlungen hinaus Bestand haben.

Der offene Brief im Wortlaut ist unter www.kinderreichefamilien.de nachzulesen.

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden, hat mittlerweile 1300 Mitgliederfamilien und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für die Interessen von Familien ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist überkonfessionell und überparteilich.

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KRFD zur Bundestagswahl
 
„Familienpolitik muss als Zukunftspolitik betrieben werden“, fordert Dr. Elisabeth Müller vom Verband kinderreicher Familien Deutschlands e.V. Mit dem Ausbau der Kita-Betreuung wurde deutlich, welche Verbesserungen für Familien realisierbar sind, wenn es einen politischen Willen dazu gibt. „Erfolgreich und nachhaltig wird Familienpolitik sein, wenn sie die ganze Bandbreite an Familien einbezieht. Die 1,4 Millionen kinderreichen Familien in unserem Land werden derzeit noch ungenügend in ihren Bedürfnissen beachtet und in ihrem Potential geschätzt“, so Müller. „Familienpolitik darf sich nicht allein an der Zwei-Kind-Familie orientieren und damit die Familienwünsche der Menschen normieren.“ Für die 1,4 Mio. Großfamilien unseres Landes fordern wir eine gerechte Anerkennung der Lebensleistung der Mütter, Möglichkeiten des beruflichen Wiedereinstiegs nach der Erziehungsphase und den steuerlichen Ausgleich für Mehrkindfamilien, die über Verbrauchssteuern übermäßig belastet sind.
 
INFO: Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. ist im Jahr 2011 aus der Initiative  engagierter kinderreicher Familien entstanden, hat mittlerweile 1300 Mitgliederfamilien und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für die Interessen von Familien ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist überkonfessionell und überparteilich.
www.kinderreichefamilien.de
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Pressekontakt:
Dr. Patricia Arndt, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit
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Am 25.3.2013 hat die Diakonie Deutschland nun ihr Positionspapier zur sozialen Mindestsicherung von Kindern und Jugendlichen veröffentlicht.

Mit dem vorliegenden Positionspapier leistet die Diakonie Deutschland einen differenziertenBeitrag zur gegenwärtigen Diskussion um die Wirksamkeit familienpolitischer Leistungen und zeigt handhabbare Lösungen auf.

Im Positionspapier werden die folgenden wesentlichen Positionen dargestellt:

  1. Die vorhandenen monetären Instrumente reichen zur Vermeidung von Kinder- und Jugendarmut in Deutschland nicht aus.
  2. Der Familienlastenausgleich führt dazu, dass Kinder aus Familien mit höherem Einkommen besser gefördert werden als solche aus Familien mit mittlerem oder niedrigem Einkommen.
  3. Besondere Bedarfe von Kindern und Familien werden kaum berücksichtigt.
  4. Die Förderung von Bildung und Teilhabe ist zu kompliziert ausgestaltet und erreicht Kinder und Jugendlichen nur unzureichend. Besondere regionale Bedarfe werden nicht berücksichtigt und der Ausbau der Infrastruktur durch Förderung der Anbieter von Bildungs- und Teilhabeleistungen erfolgt nur über Umwege.

Die Diakonie schlägt eine Förderung von Kindern und Jugendlichen aus drei Säulen vor:

  • Eine einheitliche finanzielle Förderung statt Kindergeld, Kinderfreibeträgen, Kinderzuschlag, Kinder-Regelsätzen und pauschalierte Förderung durch das Bildungs- und Teilhabepaket.
  • Eine bedarfsabhängige Förderung bei Bedürftigkeit mit direkter Auszahlung an die Eltern (Wohngeld, schulische Bedarfe, Fahrten, Lernförderung, Mittagessen, Gesundheit, größere Anschaffungen)
  • Eine infrastrukturelle Förderung nach regionalen Bedarfen (Ganztagsbetreuung, Betreuung von Unter-Dreijährigen, Förderung von Unterstützungs-, Beratungs-, Hilfs- und Freizeitangeboten).

DasPositionspapier kann unter der folgenden Adresse heruntergeladen werden:
http://www.diakonie.de/media/Texte-03_2013-Soziale-Sicherung.pdf
Die Bestelladresse für Druckexemplare findet sich hier:
http://www.diakonie.de/03-2013-soziale-sicherung-fuer-kinder-und-jugendliche-12089.html