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Foto: Delrf Borchert

Aufruf des Armutsnetzwerks e.V. zum kommenden Winter!   

Lebensgefahr: Das Armutsnetzwerk fordert Schutz für Wohnungslose von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.  

Nach Schätzung des Armutsnetzwerks leben in Deutschland 42.000 Wohnungslose auf der Straße. „Wir rufen hiermit dazu auf, alles Menschenmögliche zu unternehmen, um im kommenden Winter den Kältetod dieser Menschen zu verhindern“, so der Initiator des Aufrufs Jürgen Schneider vom Armutsnetzwerk e.V., das von vielen Organisationen unterstützt wird.*)

In jedem Winter erfrieren Menschen ohne Wohnung. Sie leben auf der Straße, in unbeheizten Abrisshäusern und übernachten im Freien, unter Brücken, auf Parkbänken, in Hauseingängen, Kanalschächten und U-Bahn-Tunneln. Bei Kälte und Feuchtigkeit, Frost und Regen verlieren viele den täglichen Kampf ums Überleben. „Ein drohender Kältetod ist ein Angriff auf die Grundrechte, auf das Leben und die körperliche Unversehrtheit“, mahnt Jürgen Schneider die Verantwortungsträger aus Politik und Verwaltung. Er ist selbst seit vielen Jahren wohnungslos.   Es sei die Aufgabe der Gesellschaft und des Staates, sich zur Abwehr der drohenden Lebensgefahr schützend und helfend vor die auf der Straße Lebenden zu stellen.

Das Armutsnetzwerk ruft Politik und Verwaltung und insbesondere die Zivilgesellschaft in Deutschland dazu auf, nicht abseits zu stehen, wenn Menschen in existentielle Not geraten und vom Kältetod bedroht sind. „Engagieren Sie sich in Initiativen oder kommunalen Einrichtungen wie Tagestreffs, Kirchen, Sozialverbände“, wünscht sich der Initiator des Aufrufs.

Als Sofortmaßnahmen fordert das Armutsnetzwerk die Bereitstellung von Wärmestuben und Notquartieren z.B. in kirchlichen Räumen, U-Bahnen und Rathäusern. „Helfen Sie mit, ein Klima der Achtsamkeit gegenüber den Betroffenen zu schaffen, um die akute Not der Wohnungslosen im Winter zu lindern“, wünscht sich Jürgen Schneider, der auf das örtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern setzt. „Geben Sie die Rolle des passiven Zuschauers auf und unterstützen Sie die längerfristigen Projekte in Ihrer Umgebung durch Ihre Mithilfe und/oder Spenden.“

Soforthilfe könne nur ein allererster Schritt der Menschlichkeit sein, dem weitere folgen müssten. „Sonntagsreden nutzen den Betroffenen nichts. Wir brauchen praktische Hilfen“, fordert Schneider zur langfristigen sozialen Integration von Wohnungslosen auf. Zu den nachhaltigen Hilfen gehöre es, Wohnungsverluste bereits im Vorfeld zu verhindern. Hilfen zur Eingliederung Wohnungsloser müssten aufrecht erhalten und ausgebaut werden, statt sie einzuschränken. Als eine Hauptursache der Notlage der Betroffenen nannte Schneider dass Fehlen bezahlbarer Wohnungen. Mietpreisbindungen von öffentlich geförderten Wohnungen sollten verlängert und über sozialen Wohnungsbau neuer preiswerter Wohnraum geschaffen werden.

Das Armutsnetzwerk e.V. hat sich als Stimme der von Armut und Obdachlosigkeit

Betroffenen 2012 gegründet, um für sie Mitwirkungsmöglichkeiten zu entwickeln. Ziel des Armutsnetzwerks ist, gemeinsam mit den von Armut Betroffenen, Wohnungslosen und unterstützenden Fachleuten und Institutionen auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen. Das Armutsnetzwerk will dazu beitragen, ein Problembewusstsein für die vielfältigen Fragen und Probleme von Obdachlosen und Menschen in unzureichenden Wohnverhältnissen zu schaffen.

Spenden : Armutsnetzwerk e.V.(Stichwort Kältehilfe) (IBAN: DE15256513250191117555; BIC: BRLADE21DHZ) .

 

Armutsnetzwerk e.V.

www.armutsnetzwerk.de

Der Aufruf wird unterstützt von:

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Presserechtlich verantwortlich: Jürgen Schneider