• Armutsnetzwerk

  • Armutsnetzwerk

  • Armutsnetzwerk

  • Armutsnetzwerk

  • Armutsnetzwerk

Südafrikanische Botschaft unterstützt die Bahnhofsmission Zoo am Internationalen Nelson Mandela Tag

 Immer zu seinem Geburtstag am 18. Juli sind Südafrikaner weltweit dazu aufgerufen, ihr ehemaliges Staatsoberhaupt Nelson Mandela 67 Minuten lang mit  einer guten Tat zu ehren.


Botschafter

Da der 18. Juli auf einen Samstag fiel, halfen Mitglieder der Südafrikanischen Botschaft bereits einen Tag eher in der Bahnhofsmission Zoo, einer Einrichtung der Berliner Stadtmission, ehrenamtlich aus.

 Die ersten kamen überpünktlich und hochmotiviert bereits um 4.40, bereiteten das Frühstück für die Gäste der Einrichtung vor, halfen dann von 6.00 – 7.00 in der Essensausgabe. Weitere Mahlzeiten können am Zoo von 14.00 – 18.00 und von 22.00 – 24 eingenommen werden, insgesamt versorgt die Bahnhofsmission so um die 600 Gäste, sie kommen aus 60 verschiedenen Ländern und dem gesamten Bundesgebiet, täglich, 24 Stunden lang, an 365 Tagen im Jahr. Aber nicht nur die Mahlzeiten sind wichtig, 42 000 mal pro Jahr erhalten Bedürftige Bekleidung, 5 000 Schlafsäcke werden jährlich herausgegeben, viele obdachlose Menschen werden beraten, etliche in das weitere Hilfesystem vermittelt. Seelsorge wird in der evangelischen Einrichtung schon vom Selbstverständnis her großgeschrieben, Barmherzigkeit auch. Zusätzlich kümmert man sich noch um bahnreisende Menschen, die in Not geraten sind. Für sie stehen 9 Notbetten zur Verfügung.

Dabei ist die Einrichtung auf die Mithilfe Ehrenamtlicher angewiesen; 130 leisten diesen Dienst, 120 Praktikanten pro Jahr verstärken und 200 Menschen verrichten pro Jahr Sozialstunden im Programm „Arbeit statt Strafe“. Eine bunte Mannschaft zwischen 13 und 80.

 Den ganzen Tag über verstärkten über 30 Botschaftsmitglieder das Team, bis in die Abendstunden hinein. Und es gab viel zu tun: Dienste an der Tür, bei den Vorbereitungen der Mahlzeiten, bei der Ausgabe, in der Kleiderkammer. Reichlich Obst wurde mitgebracht, ein Salat damit zubereitet, die Gäste freuten sich über die vitaminreiche Erfrischung.

Zwischendurch blieb Zeit, um sich über die Arbeit zu informieren, man lernte sich kennen und man tauschte sich über gemachte Erfahrungen gemeinsam aus. So waren die Südafrikaner überrascht, kannten Armut und Not durchaus aus ihrem Heimatland, hatten dieses Ausmaß so aber nicht in Deutschland und Berlin erwartet. Weil das so war, flossen Tränen und wohl alle waren betroffen.

Immer wieder fand man aber auch gelöst zueinander, die Arbeit wurde mit Freude und Spaß verrichtet, zu südafrikanischen Klängen wurde getanzt und gelacht.

 Für Botschafter Makhenkesi Stofile war dann auch klar, es wird nicht bei dieser einmaligen Begegnung bleiben. Er will seinen Botschafterkollegen von seinen Eindrücken in der Bahnhofsmission berichten, sie bitten, dem südafrikanischen Beispiel zu folgen und die Einrichtung zu unterstützen.

Stofile, der seit viereinhalb Jahren in Berlin tätig ist, hat zum Nelson Mandela Tag, der seit 2010 von den Vereinten Nationen begangen wird, eine besondere Beziehung. Wie Mandela war er im Gefängnis, 4 Jahre und 9 Monate, wurde einen Monat vor ihm aus diesem entlassen.

 Nelson Mandela (1918 – 2013) war der erste schwarze Präsident Südafrikas. Aufgrund seiner Aktivitäten gegen die Apartheitspolitik war er von 1963 – 1990 als politischer Gefangener auf der Gefängnisinsel Rotten Island  in Haft. Immer zu seinem Geburtstag am 18. Juli ehren die Südafrikaner ihn mit 67 Minuten Hilfen für andere, zu seinem Gedenken für seine 67 Jahre Dienst an Südafrika.

 Die Bahnhofsmission Zoo freute sich über die Hilfe diesem Ehrentag, den fairen Austausch. Man ist sich dort sicher, Freunde gefunden zu haben. Der Freundeskreis dürfe auch wachsen, die Not der Menschen vor der Tür täte das ja auch. Leider rapide!

700.- , die einige Tage zuvor bei einem Fundraising Lunch ersteigert wurden helfen der Einrichtung, nötige Lebensmittel einzukaufen.